Glückliche Gesichter: Die Sieger-Kitas und die Stifter des Mestemacher KITA-Preises (v.L.n.R.) Maria Lierkamp, Leiterin, Städtisches Kinderhaus Kleine Riedstrasse, Stadt Mannheim Jugendamt; Monika Lang, stellvertretende Leiterin, Städtisches Kinderhaus Kleine Riedstrasse, Stadt Mannheim Jugendamt; Bianca Friese, stellvertretende Leiterin, Evangelischer Melanchthon Kindergarten, Evangelische Kirche Mannheim; Heike Heilmann, Leiterin, Evangelischer Melanchthon Kindergarten, Evangelische Kirche Mannheim; Nicole Weise, Vorstand, Kinderkrippe Krabbelkäfer, Elterninitiative Krabbelkäfer e. V.; Albert Detmers, Geschäftsführender Gesellschafter der Mestemacher GmbH; Prof. Dr. Ulrike Detmers, Projektinitiatorin und Leiterin des Mestemacher KITA-Preises, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe; Stadträtin Elke Stegmeier, Stadt Mannheim; Prof. Dr. Klaus van Ackern, Dekan, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Eva-Maria Wittmann, Geschäftsführerin, Regenbogen gGmbH / Regenbogenkindergärten und Krippe; PD Dr. Eva Neumaier Probst, Gleichstellungsbeauftragte, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Gudrun Pingel, Leiterin der betrieblichen Kindertageseinrichtung MEDI-KIDS, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Frau Antonia Scheib-Berten, Gleichstellungsreferentin, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Claudia von See, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Die Kleinen Stromer e. V.; Mariola Morlock, Vorstandsvorsitzende, Die Kleinen Stromer e. V.
Glückliche Gesichter: Die Sieger-Kitas und die Stifter des Mestemacher KITA-Preises (v.L.n.R.) Maria Lierkamp, Leiterin, Städtisches Kinderhaus Kleine Riedstrasse, Stadt Mannheim Jugendamt; Monika Lang, stellvertretende Leiterin, Städtisches Kinderhaus Kleine Riedstrasse, Stadt Mannheim Jugendamt; Bianca Friese, stellvertretende Leiterin, Evangelischer Melanchthon Kindergarten, Evangelische Kirche Mannheim; Heike Heilmann, Leiterin, Evangelischer Melanchthon Kindergarten, Evangelische Kirche Mannheim; Nicole Weise, Vorstand, Kinderkrippe Krabbelkäfer, Elterninitiative Krabbelkäfer e. V.; Albert Detmers, Geschäftsführender Gesellschafter der Mestemacher GmbH; Prof. Dr. Ulrike Detmers, Projektinitiatorin und Leiterin des Mestemacher KITA-Preises, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe; Stadträtin Elke Stegmeier, Stadt Mannheim; Prof. Dr. Klaus van Ackern, Dekan, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Eva-Maria Wittmann, Geschäftsführerin, Regenbogen gGmbH / Regenbogenkindergärten und Krippe; PD Dr. Eva Neumaier Probst, Gleichstellungsbeauftragte, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Gudrun Pingel, Leiterin der betrieblichen Kindertageseinrichtung MEDI-KIDS, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Frau Antonia Scheib-Berten, Gleichstellungsreferentin, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Claudia von See, stellvertretende Vorstandsvorsitzende, Die Kleinen Stromer e. V.; Mariola Morlock, Vorstandsvorsitzende, Die Kleinen Stromer e. V.

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Albert Detmers, Geschäftsführender Gesellschafter der Mestemacher GmbH; Prof. Dr. Ulrike Detmers, Projektinitiatorin und Leiterin des Mestemacher KITA-Preises, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe; Gudrun Pingel, Leiterin der betrieblichen Kindertageseinrichtung MEDI-KIDS, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Frau Antonia Scheib-Berten, Gleichstellungsreferentin, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg
Albert Detmers, Geschäftsführender Gesellschafter der Mestemacher GmbH; Prof. Dr. Ulrike Detmers, Projektinitiatorin und Leiterin des Mestemacher KITA-Preises, Mitglied der Geschäftsführung und Gesellschafterin der Mestemacher-Gruppe; Gudrun Pingel, Leiterin der betrieblichen Kindertageseinrichtung MEDI-KIDS, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg; Frau Antonia Scheib-Berten, Gleichstellungsreferentin, Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg

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Platz 1 für MEDI-KIDS (Förderverein)
Betriebliche Kinderkrippe der medizinischen Fakultät Mannheim
der Universität Heidelberg
Cheliusstrasse 8-10, 68167 Mannheim


Skizzierung der erstplatzierten Kita
des Mestemacher KITA-Preises 2010/2011



von Prof. Dr. Ulrike Detmers

Preisgeld insgesamt: 18.000 Euro
Preisgeld Platz 1: 7.500 Euro


Die betriebliche Kinderkrippe „Medi-Kids“ der Medizinischen Fakultät Mannheim ist noch keine zwei Jahre alt und trotzdem schon etwas Besonderes. Bereits die Gründung der „Medi-Kids“ kann als vorbildlich bezeichnet werden: Ein innovatives Netzwerk hat Nägel mit Köpfen gemacht. Das Netzwerk besteht unter anderem aus der Gleichstellungs-beauftragten PD Dr. Eva Neumaier Probst, der Gleichstellungsreferentin der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, Antonia Scheib-Berten, Entscheidern beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst des Landes Baden-Württemberg, einem aufgeschlossenen Dekan der Medizinischen Fakultät, Prof. Dr. van Ackern, einem förderbereiten Geschäftsführer der Medizinischen Fakultät Mannheim, Paul Fischer, und last but not least Müttern und Vätern, die Studium und Familie oder Beruf und Familie unter einen Hut bringen wollen.

Welches Ergebnis hat das tatkräftige Netzwerk hervorgebracht?

Die betriebliche Kinderkrippe „Medi-Kids“ bietet Eltern der Medizinischen Fakultät zwanzig Krippenplätze für die 0-3 Jährigen an. Die Krippe ist werktäglich von 7:00 bis 19:00 Uhr geöffnet und schließt die Pforten nur an 10 Werktagen pro Kalenderjahr.
Die Wege zwischen Krippe und Arbeitsplatz sind kurz. Mütter und Väter können sich somit voll und ganz während ihrer Arbeitszeit auf den sehr verantwortungsvollen Beruf bzw. das stark leistungsfördernde Studium der Medizin konzentrieren. Gleichzeitig wissen sie, dass ihre Sprösslinge in guten Händen sind. Welch ein Glück!

Die Finanzierung der MEDI-KIDS steht auf mehreren Säulen. Zum einen fördert die Kommune, also die Stadt Mannheim, auf gesetzlicher Grundlage. Darüber hinaus wurden Projekt- und Förderanträge beim Europäischen Sozialfond und beim Ministerium für Wissenschaft und Kunst, Baden-Württemberg, gestellt und auch bewilligt. Neben den moderaten Elternbeiträgen hat die Medizinische Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, die anerkannter Träger der Medi-Kids ist, die finanzielle Selbstverpflichtung übernommen.

Die Angst vor dem Karriereknick, die viele hochqualifizierte Frauen im gebärfähigen Alter befällt, spüren die Mütter der „Medi-Kids“ nicht. Die Versorgungssicherheit und die hohe familienergänzende Leistung des Teams unter der Leitung von Gudrun Pingel und hat mittlerweile viele der Eltern motiviert, ein weiteres Kind zu bekommen. Die Geburtenquote bei Akademierinnen und Akademikern ist weit über dem deutschlandweiten Durchschnitt angesiedelt. Die MEDI-KIDS sind also auch ein familienpolitischer Erfolg!

Anzumerken ist, dass die herausragende Qualität einer Kinderkrippe in Deutschland (noch) relativ selten ist - in den skandinavischen Ländern gibt es solche Betreuungsangebote zuhauf,

Zu den Vätern der Kids äußern sich die „Medi-Kids“ folgendermaßen: „Unser erklärtes Ziel ist es, den Vätern eine gleichberechtigte Rolle bei der häuslichen Erziehung zuzusprechen und die Mütter auch darin zu bestärken, die Väter einzubinden. Diese lassen sich demzufolge auch bei der institutionellen Erziehungsarbeit wunderbar einbinden“. Für geschlechterdemokratische Erziehung reklamieren die „Medi-Kids“ für sich: Geschlechterdemokratische Erziehung ohne Gleichmacherei!

Es bleibt zu wünschen, dass dieses vorbildliche Modell einer betrieblichen Kinderkrippe viele Nachahmer findet - und: Arbeitgeber ihr starres geschlechterbezogenes Rollenbewusstsein modernisieren und studierende bzw. berufstätige Mütter wie Väter durch organisatorische Instrumente von elterlichen Belastungen befreien.

Weitere Informationen über die MEDI-KIDS erhalten Sie unter www.umm.uni-heidelberg.de/medi-kids



Platz 2 für das städtische Kinderhaus Kleine Riedstrasse
Kleine Riedstrasse 1-3, 68169 Mannheim


Skizzierung der zweitplatzierten Kita
des Mestemacher KITA-Preises 2010/2011


von Prof. Dr. Ulrike Detmers

Preisgeld insgesamt: 18.000 Euro
Preisgeld Platz 2: 5.000 Euro


Ein ebenfalls vorbildhaftes Modell familienergänzender Kinderbildung und -betreuung ist das Kinderhaus „Kleine Riedstrasse“ in der Trägerschaft der Stadt Mannheim. Das Kinderhaus hält ein Angebot bereit von 10 Krippenplätzen, 66 Kindergartenplätzen und 40 Hortplätzen. Derzeit gedeihen 116 Kinder im Kinderhaus. Die Kinder stammen aus Familien mit und ohne Migrationshintergrund. Deren Eltern wohnen im Stadtgebiet Neckarstadt-West, einem traditionellen Arbeiterviertel. Rund 80 Prozent der Kinder im Kinderhaus haben einen Migrationshintergrund. Viele Familien wohnen in beengten Verhältnissen, die Neckarstadt-West ist dicht besiedelt, sodass kindgerechte Spiel- und Entfaltungsbereiche wie Grünflächen rar sind. Vor diesem Hintergrund dürfte das „Kinderhaus Kleine Riedstrasse“ für viele dort betreute Kinder ein Segen sein.

Das nahtlose Ineinanderübergehen und Ineinandergreifen von Krippe, Kindergarten und Hort vermeidet bei den Kindern neues Eingewöhnen und schafft die Kontinuität wie es in einem Familienleben wünschenswert ist.

Übrigens sticht auch bei diesem pädagogischen Gesamtkonzept hervor, dass die Leiterin Maria Lierkamp in Kooperation mit dem Träger des Kinderhauses eine moderne pädagogische Organisation zum Wohle der Kinder, der Eltern aber auch des Stadtteils entwickelt hat. Das gemeinsame Aufwachsen der Kinder mit deutschem und kulturell anderem Hintergrund trägt dazu bei, sich auch später zu verstehen und vorurteilsfreier zusammenzuarbeiten und zu leben.

En passant: Der demografiebedingte Verlust an Fach- und Führungskräften macht die frühe Integration in die Wohnortkultur erforderlich, um Deutschlands Wohlstandsniveau voranzubringen.

Geschlechterdemokratische Sozialisation in Beruf und Familie spielt im pädagogischen Team des Kinderhauses unter der Leitung von Maria Lierkamp eine herausragende Rolle. In dem Bewerbungsbogen zum Mestemacher KITA-Preis steht dazu geschrieben: „Da in Kitas fast nur Frauen arbeiten, ist es wichtig, dass diese sich und ihr Handeln regelmäßig überprüfen. Es ist wichtig, die Bedarfe der Jungen nicht zu vernachlässigen und genauso im Blick zu haben wie die Mädchen.
Die Erziehungs- und Bildungsarbeit orientiert das Team demzufolge an diesem Handlungsprinzip und tut damit genau das, was Männerforscher immer öfter von den Bezugspersonen in den familienergänzenden Betreuungs- und Bildungseinrichtungen fordern: Mehr Toleranz gegenüber heranwachsenden Jungen und ihrem Drang nach mehr körperlicher Aktivität.




Platz 3 für den Evangelischen Melanchthon-Kindergarten
Melanchthonweg 6-8, 68167 Mannheim


Skizzierung der drittplatzierten Kita
des Mestemacher KITA-Preises 2010/2011


von Prof. Dr. Ulrike Detmers

Preisgeld insgesamt: 18.000 Euro
Preisgeld Platz 3: 2.500 Euro


Wer die Wahl, hat die Qual. Unter diesem Druck stand auch die Schreiberin dieser Kita-Skizze. Die konfessionelle Kindertagesstätte „Evangelischer Melanchthon Kindergarten“ unter der Leitung der studierten Erziehungswissenschaftlerin Heike Heilmann hat mich bei meinem persönlichen Besuch ebenfalls stark beeindruckt und somit stand ich vor der Herausforderung, bei der Festlegung der Siegerreihenfolge auch qualitative Alleinstellungsmerkmale wie bei den Medi-Kids (betriebliche Kinderkrippe) und qualitative Besonderheiten (Kinderhaus Kleine Riedstrasse mit Integration von Krippe, Kita und Hort) bei der Entscheidung heranzuziehen.

Im Evangelischen Melanchthon Kindergarten wachsen zusätzlich zum Aufwachsen in ihren Familien 126 Kinder auf. 10 Kinder davon sind unter 3 Jahre alt. Der Rest der Kids ist im Alter von 3 bis 7 Jahre. Der Kindergarten hat vormittags und nachmittags von 7:00 bis 17:15 Uhr geöffnet. Den Müttern und Vätern ermöglichen diese langen Öffnungszeiten familiäre und berufliche Flexibilität.
Zu den Visionen der Kita gehört unter anderem das Angebot einer 24-Stunden-Kita in evangelischer Trägerschaft verknüpft mit total flexibler Betreuungszeit und Familiengruppen für Kinder von 0 bis 10 Jahren in Kooperation mit Grundschulen des Stadtteils.
Das Team um die Leiterin Heike Heilmann ist hochmotiviert und qualifiziert. Geschlechterdemokratische Erziehung ist in der Philosophie der Einrichtung und im Selbstbild der Betreuer fest verankert. Bereits in der Gruppenzusammenstellung wird auf ein ausgewogenes Geschlechterverhältnis geachtet. Damit fließen Diversity-Prinzipien bereits in die vorschulische Sozialisation ein. Fußballturniere und eine gemischte Fußball AG fördern das geschlechterorientierte Zusammenwirken. „Beim Fußballturnier hatten wir als einziges Team KEINE Cheerleader“, steht in den Bewerbungsunterlagen. Pädagogische Prozesse werden so gestaltet, dass klischeehafte Verhaltensmuster nicht unbedingt gefördert bzw. vermittelt werden.




Auf Platz 4 dürfen sich folgende Kindertagesstätten freuen


Preisgeld insgesamt: 18.000 Euro
Preisgeld Platz 4: je 1.000 Euro


  1. Die kleinen Stromer e.V.
    Jungbuschstr. 22
    68159 Mannheim
    Die Mannheimer ''kleinen Stromer'' und ihre Erzieherinnen freuen sich über den praktischen Krippenwagen, der vom Mestemacher-Preisgeld angeschafft wurde.
    Die Mannheimer "kleinen Stromer" und ihre Erzieherinnen freuen sich über den praktischen Krippenwagen, der vom Mestemacher-Preisgeld angeschafft wurde.
    Der Name des neuen Gefährten stand natürlich sofort fest: Pumpernickel!


  2. Kinderkrippe Krabbelkäfer
    Bromberger Baumgang 12
    68307 Mannheim


  3. Regenbogen gGmbH Mannheim
    Gesellschaft für Integration und Rehabilitation
    Regenbogenkindergärten und Krippe
    Stiller Weg 19
    68305 Mannheim


Üblicherweise wird der vierte Platz mit 250 Euro ausgezeichnet.

Aufgrund des 140-jährigen Firmengeburtstags, erhöht sich das Preisgeld von 250 Euro auf 1.000 Euro.





Weitere Informationen zum Mestemacher KITA-Preis 2010/2011 finden Sie auf der Website der Mestemacher-Gruppe.